Experimentalwettbewerb für die Sekundarstufe I in NRW
„Chemie entdecken“ - Auszeichnung für Gaesdonckerinnen

Unter den rund 8.500 Schülerinnen und Schüler aus NRW im Alter von 10 bis 16 Jahren machten in diesem Schuljahr bei den beiden Runde des Experimentalwettbewerbs „Chemie entdecken“ auch mehrere Gaesdoncker mit. Der Wettbewerb, der von einem Arbeitskreis im Kölner Modell an der Universität zu Köln ausgerichtet wird, steht unter der Schirmherrschaft von Ministerin Sylvia Löhrmann. Dieses Jahr nahm Ministerialdirigent Reinhard Aldejohann, Ministerium für Schule und Weiterbildung NRW, zusammen mit dem „Chemie entdecken“-Team die Ehrung der 362 besten Teilnehmer vor. Von unserer Schule waren Lara Wegenaer und Louisa Weyers aus der Klasse 9 dabei.

Chemie

Sie waren zu einer Feier am Dienstag, 19. Juni 2012, um 15.30 Uhr im Kurt-Alder-Hörsaal im Department für Chemie der Universität zu Köln eingeladen. Es nahmen auch der Dekan a. D. der Math.-Nat. Fakultät der Universität zu Köln, Prof. Dr. Hans-Günther Schmalz, Vertreter der Bezirksregierungen, der Chemischen Industrie, einiger Verbände, der Schulen und der Medien teil. Dr. Elke Schumacher, Leiterin des „Chemie entdecken“-Teams, berichtete über die beiden Wettbewerbsrunden des Schuljahres und führte durch das Programm. Einer der Höhepunkte war wieder ein Experimentalvortrag von Prof. Dr. Gerd Meyer, Institut für Anorganische Chemie: „Chemie – ohne Experimente nicht möglich!“ Die Feier fand in diesem Jahr bereits zum 14. Mal statt. Insgesamt haben sich seit dem Start des Wettbewerbs rund 94.000 Jugendliche aus NRW beteiligt.

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Worum ging es in der beiden Wettbewerbsrunden des Schuljahres?

Die Aufgabe „Kau Gummi!?“ startete direkt nach den Sommerferien im September 2011. Kaugummi – ungekaut, gekaut, mit und ohne Zucker – musste getestet werden. Hierzu war erst einmal Kaugummikauen angesagt, eine ganz neue Erfahrung bei einem Chemie-Wettbewerb. Dehnbarkeit, Elastizität und Stabilität von Kaugummi wurden geprüft und mit Luftballongummi verglichen. Antwort auf die Frage: „Sorgt Zahnpflegekaugummi tatsächlich für einen optimalen pH-Wert im Mund?“ sollte durch eine selbst geplante Experimentreihe gefunden werden. Kaugummi musste auf verschiedenste Materialien geklebt und anschließend der Versuch gestartet werden, ihn davon auch wieder zu entfernen. Wie schwierig dieses im Alltag immer wieder vorhandene Problem zu lösen ist, wurde vielen Teilnehmern erst durch eigene Experimente bewusst. Mit viel Kreativität entwickelten sie Ideen, wie dem Ärgernis Kaugummireste in der Schule und auf öffentlichen Wegen zukünftig begegnet werden könnte.

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Die zweite Aufgabe befasste sich mit sogenannten Superabsorbern, einem speziellen modernen Kunststoff, der sich zur Aufnahme von sehr großen Mengen Flüssigkeit eignet und z. B. in Babywindeln verwendet wird. Die Schüler mussten sich vor dem Loslegen das Material zum Experimentieren erst einmal mühevoll bereitstellen: Zerlegen, Schütteln und mehrfaches Sieben des Inneren von Babywindeln ergaben einige wenige Gramm Superabsorberkügelchen zum Erforschen der besonderen Eigenschaften. Was absorbieren diese Kunststoffe, was nicht? Was macht sie so „super“? Wo werden sie eingesetzt und warum? Kann man sie recyceln? Gibt es Naturstoffe mit ähnlichen Eigenschaften? Diese und weitere Fragen galt es experimentell und durch Recherchen zu beantworten.

Vor allem Laras Zuschriften waren wohl so gut, dass sie zusätzlich in den Herbstferien vier Tage lang in den Ausbildungslaborräumen von Currenta in Dormagen unter professionellen Bedingungen experimentieren darf.